Neueröffnung der Podologie-Praxis geplant: 30.11.2026

Haut

Rissige Fersen und Schrunden: Medizinische Ursachen und podologische Therapie

Schmerzhafte Fersenrisse beeinträchtigen die Mobilität im Alltag erheblich. Erfahren Sie, wie Rhagaden entstehen und welche Behandlungschancen die moderne Podologie bietet.

Podologische Behandlung einer verdickten Hornhaut an der Ferse mit einem Präzisionsfräser in einer Praxis
Rissige Fersen und Schrunden: Medizinische Ursachen und podologische Therapie. Symbolbild, mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Person und keine dokumentarische Behandlungssituation. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO / AI Act).
Helga Maria Freitag, podiatrist in Memmingen

Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag, staatlich anerkannte Podologin, sektorale Heilpraktikerin für Podologie und Fachexpertin für Kryotherapie. Redaktionelle Grundsätze.

Veröffentlicht: 16. August 2026 · zuletzt geprüft: 16. August 2026 · Lesezeit etwa 11 Minuten

Was dahintersteckt

Anatomisch betrachtet erfüllt die Haut der Fersenregion eine außergewöhnliche Schutz- und Dämpfungsfunktion. Die Epidermis ist an den Fußsohlen um ein Vielfaches dicker als am restlichen Körper. Das Stratum corneum, die oberste Verhornungsschicht, schützt das darunterliegende Fettgewebe und die Blutgefäße vor mechanischen Traumen. Um diesen Belastungen standzuhalten, benötigt das Gewebe ein ausgewogenes Verhältnis von lipidsolublen Substanzen und Feuchtigkeit.

Eine Verminderung der epidermalen Lipide sowie des natürlichen Feuchthaltefaktors führt zur Xerosis cutis, der medizinischen Bezeichnung für trockene Haut. Fehlt der Haut Flexibilität, verliert sie ihre biomechanische Dehnbarkeit. Wirkt bei jedem Aufsetzen des Fußes die mechanische Last des Körpergewichts auf die Fersenrundung ein, weicht das subkutane Fettgewebe seitlich aus. Die darüberliegende, rigide Hornhautschicht kann dieser physikalischen Ausdehnung nicht plastisch folgen und reißt ein.

In der Fachsprache werden diese linearen Hauteinschnitte als Rhagaden oder Schrunden bezeichnet. Reicht der Riss lediglich bis in die Oberhaut, spricht man von einer oberflächlichen Rhagade. Dringt die Gewebetrennung hingegen durch die Basalmembran bis in die Lederhaut, die sogenannte Dermis, vor, werden freie Nervenendigungen und Kapillargefäße geschädigt. Die Folge sind punktuelle oder spaltförmige Blutungen, das Austreten von Gewebsflüssigkeit und ein ausgeprägter Wundschmerz bei jeder mechanischen Kompression.

Ohne fachgerechte Intervention tendiert das Gewebe an den Risskanten zu einer beschleunigten Verhornung. Der Körper versucht, die offene Stelle durch die verstärkte Produktion von Korneozyten zu verschließen. Dies führt jedoch zu einer Verdickung der Rissränder, wodurch die Hebelwirkung bei Belastung steigt und der Riss noch tiefer in das Gewebe getrieben wird.

Typische Anzeichen

Das klinische Bild beginnt meist schleichend. Im Anfangsstadium zeigt sich eine verminderte Hautelastizität, begleitet von einer weißlichen oder leicht gelblichen Verfärbung am Fersenrand. Die Haut fühlt sich rauborig an und verliert ihren natürlichen Glanz. Bei Druck oder seitlicher Dehnung bilden sich feine Fältchen, die nicht mehr vollständig verstreichen.

Im weiteren Verlauf entwickeln sich sichtbare Längsrissmuster entlang der Belastungslinien der Ferse. Diese spaltförmigen Vertiefungen können wenige Millimeter bis mehrere Zentimeter lang sein. Befinden sich die Risse in einem fortgeschrittenen Stadium, verfärben sich die Rissgründe oft dunkel oder rötlich. Dies weist auf eingetrocknetes Blut sowie zelluläre Exsudate hin. Begleitend tritt ein stechender Schmerz auf, der insbesondere beim ersten Auftreten morgens oder nach längeren Ruhephasen intensiv wahrnehmbar ist.

Die Differenzialdiagnose erfordert eine präzise Abgrenzung zu anderen dermatologischen Krankheitsbildern. Eine Tinea pedis, sprich eine Pilzinfektion der Fußsohle, kann ebenfalls mit Schuppung und Rissbildung einhergehen, zeigt jedoch häufig eine feine, mehlig-weiße Schuppung in den Hautlinien sowie gelegentlichen Juckreiz. Auch eine Psoriasis pustulosa palmoplantaris oder ein atopisches Fußekzem weisen ähnliche Symptome auf, erfordern jedoch grundlegend andere medikamentöse Therapieansätze als eine rein mechanisch-trockenheitsbedingte Rhagade.

Ebenso müssen genetisch bedingte Keratodermien berücksichtigt werden. Bei diesen erblichen Verhornungsstörungen kommt es bereits im frühen Lebensalter zu massiven Plattenhornhäuten an Händen und Füßen, die regelmäßig zu tiefen Schrunden neigen. Eine genaue Inspektion des Hautbildes durch Fachpersonal gibt hier Aufschluss über die primäre Ursache.

Ursachen im Alltag

Die Ursachen für rissige Fersen sind vielfältig und resultieren häufig aus einem Zusammenspiel externer Einflüsse und innerer Faktoren. Zu den häufigsten Auslösern im Alltag gehört das Tragen von ungeeignetem Schuhwerk. Offene Schuhe wie Pantoletten, Clogs oder Sandalen ohne Fersenhalt bieten dem Fersenfettpolster keine seitliche Führung. Beim Gehen klappt die Sohle gegen die Ferse, was zu wiederholten Mikrotraumen und einer verstärkten seitlichen Ausdehnung der Haut führt.

Ebenso spielt das Barfußgehen auf harten, unelastischen Untergründen wie Fliesen, Beton oder Laminat eine wesentliche Rolle. Fehlt die stoßdämpfende Wirkung einer schützenden Schuhsohle, steigt der punktuelle Druck auf das Fersengewebe drastisch an. Der Körper reagiert auf diesen physikalischen Reiz mit einer reaktiven Hyperkeratose, also einer verstärkten Bildung von Hornmaterial, um das tieferliegende Gewebe zu schützen.

Innere medizinische Faktoren und Stoffwechselstörungen beeinflussen die Hautstruktur ebenfalls maßgeblich. Ein chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel bei Diabetes mellitus führt über eine autonome Neuropathie zu einer verminderten Schweißsekretion an den unteren Extremitäten. Die Haut verliert ihre natürliche Befeuchtung, wird spröde und verliert ihre Schutzbarriere. Schilddrüsenunterfunktionen sowie hormonelle Veränderungen während der Menopause reduzieren die Talgproduktion und den Östrogenspiegel, was die Hautfeuchtigkeit weiter absinken lässt.

Auch eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr im Alltag, Übergewicht mit entsprechend erhöhter Statikbelastung auf die Fersenränder sowie unpassende Pflegemaßnahmen tragen zur Verschlechterung bei. Wer aggressive Seifen, stark parfümierte Duschgele oder alkoholhaltige Desinfektionsmittel exzessiv an den Füßen anwendet, entzieht der Epidermis wertvolle Lipide. Die chemische Entfettung zerstört den Säureschutzmantel und beschleunigt den Feuchtigkeitsverlust exponentiell.

Wann ärztliche Abklärung nötig ist

Obwohl viele Fersenrisse rein mechanischer Natur sind, gibt es deutliche Warnzeichen, die eine unverzügliche ärztliche Diagnostik und Behandlung erfordern. Tief reichende Rhagaden stellen eine Eintrittspforte für pathogene Keime dar. Bakterien wie Staphylokokken oder Streptokokken können leicht in das vaskularisierte Gewebe der Lederhaut eindringen und lokale oder ausgedehnte Infektionen verursachen.

Sollten Sie Rötungen beobachten, die sich über den unmittelbaren Rissrand hinaus erstrecken, ist Vorsicht geboten. Auch Überwärmung des Gewebes, klopfende Schmerzen im gesamten Fersenbereich, eitrige Absonderungen oder eine Schwellung sind klare Anzeichen einer bakteriellen Superinfektion. Im schlimmsten Fall kann sich eine Wundrose, ein sogenanntes Erysipel, entwickeln, das mit Fieber und Schüttelfrost einhergeht und systemisch mit Antibiotika behandelt werden muss.

Besondere Aufmerksamkeit erfordern Patienten mit bestehenden Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus, der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit oder ausgeprägten venösen Abflussstörungen. Durch eine beeinträchtigte Mikrozirkulation oder eine diabetische Neuropathie ist das Schmerzempfinden oft herabgesetzt. Risse werden spät bemerkt und heilen aufgrund der gestörten Gewebeperfusion schlecht ab. In diesen Fällen kann eine unbemerkte Rhagade den Beginn eines diabetischen Fußsyndroms markieren.

Sollten Schrunden trotz konsequenter Basispflege über einen Zeitraum von mehr als drei bis vier Wochen nicht abheilen oder spontan ohne sichtbare mechanische Belastung bluten, muss eine dermatologische oder phlebologische Abklärung erfolgen. Nur so können seltene Hauterkrankungen oder schwere Zirkulationsstörungen ausgeschlossen werden.

Was die podologische Behandlung leisten kann

Die professionelle Schrundenbehandlung in einer podologischen Praxis folgt einem medizinisch strukturierten Behandlungsablauf. Das vorrangige Ziel besteht darin, den mechanischen Druck von den Risskanten zu nehmen, die Wundheilung zu fördern und eine Neuverhornung in geordnete Bahnen zu lenken. Ein typischer Termin gliedert sich in mehrere präzise aufeinander abgestimmte Schritte.

Nach einer eingehenden Anamnese und Sichtung des Hautbildes erfolgt die Vorbereitung des Fußes. Über unser umfassendes Spektrum an podologischen Leistungen stimmen wir die Behandlung exakt auf das individuelle Beschwerdebild ab. Bei tiefen, schmerzhaften Rhagaden wird auf ein langes Fußbad verzichtet, um ein Aufweichen und Mazerieren der gesunden Wundränder zu verhindern. Stattdessen kommt eine gezielte Hautdesinfektion und punktuelle Erweichung der Verhornungen zum Einsatz.

Der Kern der Behandlung ist das fachgerechte Abtragen der Hyperkeratosen. Mithilfe steriler Skalpellklingen unterschiedlicher Größe trägt die Podologin die verdickten Hornhautwälle entlang des Fersenrandes millimetergenau ab. Dieser Abtrag erfordert hohe Präzision: Es muss genau so viel Hornmaterial entfernt werden, dass der Zug auf die Risskanten nachlässt, ohne die physiologische Schutzschicht der Haut zu verletzen.

Im Anschluss werden die Rissränder der Rhagade mit speziellen rotierenden Instrumenten nachbearbeitet. Zum Einsatz kommen feine Diamantschleifer oder spezielle Schrundenfräser, die im Nass- oder Trockenfeldverfahren genutzt werden. Das Glätten der Rissränder verhindert, dass sich das Gewebe bei erneuter Belastung weiter aufspaltet. Liegt eine tiefe, offene Wunde vor, wird diese antiseptisch versorgt und gegebenenfalls mit einem druckentlastenden Verband oder einer okklusiven Wundauflage geschützt.

Für den langfristigen Erfolg sind regelmäßige Behandlungsintervalle entscheidend. Je nach Ausprägungsgrad der Verhornung und der individuellen Regenerationsrate der Haut werden Abstände von drei bis sechs Wochen vereinbart. Eine Übersicht über die finanziellen Rahmenbedingungen finden Sie in unserer Aufstellung der Preise für podologische Behandlungen. Sämtliche Instrumente werden nach höchsten hygienischen Standards aufbereitet, was durch unser zertifiziertes Hygienemanagement unter Hygiene transparent dokumentiert wird.

Was Sie selbst tun können

Die häusliche Pflege bildet das Fundament für eine dauerhafte Abheilung und verhindert das erneute Auftreten von Schrunden. Der entscheidende Wirkstoff in der Fersenpflege ist Harnstoff, in der Fachsprache als Urea pura bezeichnet. Urea fungiert in niedriger Dosierung als effektiver Feuchtigkeitsspender und in höherer Konzentration als Keratolytikum, das Hornsubstanz sanft anlöst.

Für die tägliche Unterhaltspflege leicht trockener Haut eignen sich Emulsionen mit einem Urea-Gehalt von 5 bis 10 Prozent. Liegen bereits ausgeprägte Hyperkeratosen und Schrunden vor, sind medizinische Cremes oder Salben mit 15 bis 20 Prozent Urea zu bevorzugen. Der Wirkstoff zieht Wasser in das Stratum corneum und erweicht die starren Keratinbrücken zwischen den abgestorbenen Hautzellen.

Die praktische Umsetzung der häuslichen Pflegeroutine erfordert Disziplin und das richtige Material:

  • Tragen Sie die urea-haltige Fersencreme idealerweise abends nach dem Waschen auf die leicht feuchte Haut auf, da die Wirkstoffe dann besonders gut eindringen können.
  • Nutzen Sie einmal bis zweimal pro Woche eine intensivierende Okklusivbehandlung: Tragen Sie eine dicke Schicht einer lipophilen Schrundensalbe auf und ziehen Sie darüber dünne Baumwollsocken für die Nacht an.
  • Verwenden Sie zur mechanischen Selbstpflege ausschließlich feinkörnige Bimssteine auf angefeuchteter Haut und üben Sie dabei nur minimalen Druck aus.
  • Achten Sie beim Schuhkauf auf geschlossene Fersenkappen und eine gute Dämpfung der Laufsohle, um die Stoßbelastung auf das Fersenfettgewebe zu reduzieren.
  • Sorgen Sie für eine ausreichende Hydratation von innen, indem Sie täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee trinken.

Neben Urea haben sich Inhaltsstoffe wie Salicylsäure in geringer Dosierung, Panthenol zur Wundheilungsförderung sowie Lipide wie Ceramide, Lanolin oder Sheabutter bewährt. Diese Komponenten stellen die gestörte Barrierefunktion der Haut wieder her und verhindern das beschleunigte Verdampfen von Gewebsfeuchtigkeit.

Häufige Fehler

In der Praxis zeigen sich immer wieder gut gemeinte, aber fehlerhafte Pflegemaßnahmen, die das Krankheitsbild der rissigen Fersen verschlimmern statt verbessern. Das frühzeitige Erkennen dieser Fehlerquellen ist ein wesentlicher Schritt zur dauerhaften Beschwerdefreiheit.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist der exzessive Einsatz scharfer Werkzeuge. Der Versuch, dicke Hornhautschichten in Eigenregie abzutragen, führt oft zu schwerwiegenden Komplikationen:

  1. Die Nutzung von Hornhauthobeln, Rasierklingen oder Raspeln aus Metall erzeugt Mikroverletzungen im gesunden Gewebe, die als Nährboden für Bakterien dienen.
  2. Starkes mechanisches Reiben erzeugt Reibungswärme, auf die der Körper mit einer reaktiven, noch schnelleren Hornhautneubildung reagiert.
  3. Das stundenlange Einweichen der Füße in heißen Seifenbädern laugt die Haut zusätzlich aus und führt zu einer Mazeration, wodurch die Gewebefestigkeit kollabiert.
  4. Die Anwendung von hochkonzentrierten Hornhaut-Ablösepflastern ohne fachliche Aufsicht kann zu Verätzungen der umliegenden, dünneren Hautbereiche führen.
  5. Das Nachlässigwerden bei der täglichen Eincremeroutine, sobald die ersten Schmerzen nachlassen, führt rasch zum Rückfall in das alte Beschwerdebild.

Besonders das aggressiv-mechanische Entfernen von Hautschichten im Bereich bereits bestehender Rhagaden birgt Gefahren. Wird die Risskante unkontrolliert abgerissen, setzt sich der Riss unweigerlich in tiefer liegende, lebende Hautschichten fort. Dies führt zu schmerzhaften Blutungen und erhöht das Infektionsrisiko drastisch.

Studienlage und Einordnung

Die Wirksamkeit topischer Externa bei der Behandlung von Xerosis cutis und plantaren Hyperkeratosen ist in der dermatologischen Forschung gut dokumentiert. Klinische Studien belegen, dass Harnstoff einer der am besten untersuchten Wirkstoffe zur Wiederherstellung der epidermalen Barrierefunktion ist. Augustin et al. zeigen in ihren Untersuchungen zur Therapie der trockenen Haut, dass die regelmäßige Anwendung urea-haltiger Emulsionen die Hautfeuchtigkeit signifikant erhöht und den transepidermalen Wasserverlust messbar reduziert [1].

Untersuchungen von Fluhr et al. demonstrieren die Dosis-Wirkungs-Beziehung von Urea. Während Konzentrationen bis 10 Prozent vorrangig hydratisierend wirken und die Wasserbindungskapazität des Stratum corneum verbessern, entfalten höhere Konzentrationen ab 15 Prozent eine gezielte keratolytische Wirkung [2]. Dieser Doppeleffekt macht den Wirkstoff zum Goldstandard in der konservativen Behandlung verhornter und rissiger Fersenregionen.

Ergänzend betont Loden in ihren Arbeiten zur Barriere-Reparatur die Bedeutung struktureller Lipide. Die Kombination aus Befeuchtungsmitteln und Lipo-Komponenten wie Ceramiden und freien Fettsäuren beschleunigt die Regeneration der lipidischen Doppelbedeckung zwischen den Korneozyten deutlich [3]. Dies verhindert das erneute Auftreten von Mikrorissen unter mechanischer Zugbelastung.

Studien zur podologischen Komplexbehandlung bestätigen zudem, dass die Kombination aus professioneller mechanischer Hyperkeratosenreduktion und anschließender lipidreicher Lokaltherapie den schnellsten Beschwerderückgang bringt. Hashmi et al. konnten nachweisen, dass das fachgerechte Abtragen verdickter Hornhautränder den mechanischen Gewebedruck um bis zu 40 Prozent senkt, wodurch die physiologische Wundheilung in der Tiefe der Rhagade überhaupt erst ermöglicht wird [4].

Behandlung in Memmingen

Für Patientinnen und Patienten im Raum Memmingen, im Unterallgäu sowie in den angrenzenden Regionen Allgäu und Oberschwaben bietet die FREITAG® Podologie GmbH eine fachgerechte, medizinisch fundierte Anlaufstelle bei rissigen Fersen und komplexen Schrunden. Inhaberin Helga Maria Freitag steht als staatlich anerkannte Podologin und sektorale Heilpraktikerin für Podologie für eine individuelle Diagnostik und erstklassige Behandlungsstandards. Nähere Informationen zur Qualifikation und Philosophie der Praxis finden Sie unter über mich.

Unsere modern ausgestattete Praxis befindet sich zentral in der Kempterstr. 25 in 87700 Memmingen. Wir verbinden podologische Handwerkskunst mit aktuellen medizinischen Erkenntnissen, um Ihre Fußgesundheit nachhaltig zu erhalten. Wenn Sie unter schmerzhaften Fersenrissen leiden oder eine professionelle Hornhautabtragung wünschen, können Sie jederzeit über unseren Bereich Kontakt einen Termin vereinbaren. Wir beraten Sie umfassend zu allen Fragen der Fußpflege und unterstützen Sie auf dem Weg zu beschwerdefreiem Gehen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Schrunde und einer Rhagade?

Die Begriffe Schrunde und Rhagade werden in der medizinischen Praxis weitgehend synonym verwendet. Beide Bezeichnungen beschreiben einen schmalen, spaltförmigen Riss im Hautgewebe. Während der Begriff Schrunde eher im sprachlichen Alltag gebräuchlich ist, stellt Rhagade den dermatologischen Fachbegriff dar. Unabhängig von der Benennung erfordert das Krankheitsbild eine Druckentlastung und feuchtigkeitsspendende Pflege.

Warum bluten rissige Fersen manchmal?

Eine Blutung tritt auf, wenn der Hautriss die oberste Hautschicht durchbricht und die darunterliegende Lederhaut erreicht. In dieser Gewebeschicht verlaufen feine Blutgefäße und Nervenstränge. Durch die mechanische Dehnung beim Gehen wird der Riss auseinandergezogen, wodurch die intakten Gefäße einreißen. In diesem Stadium besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko, weshalb eine antiseptische Versorgung notwendig ist.

Wie viel Prozent Urea sollte eine Fersencreme enthalten?

Für die tägliche Vorbeugung und Pflege leicht trockener Haut ist eine Creme mit 5 bis 10 Prozent Urea ideal. Liegen bereits starke Verhorne oder tiefe Schrunden vor, empfiehlt sich kurzzeitig eine medizinische Schrundensalbe mit 15 bis 20 Prozent Urea. Dieser höhere Anteil wirkt keratolytisch und hilft dabei, verdickte Hornschichten sanft aufzulösen.

Darf man Hornhaut an rissigen Fersen selbst mit einer Klinge entfernen?

Vom Einsatz von Hornhautklingen, Hobeln oder scharfen Raspeln in Eigenregie wird dringend abgeraten. Bei unsachgemäßer Handhabung besteht ein hohes Risiko, gesunde Hautschichten zu verletzen und tiefe Infektionen zu verursachen. Zudem reagiert die Haut auf starke mechanische Reize oft mit einer noch schnelleren Nachbildung von Hornhaut. Sanfte Bimssteine und professionelle podologische Behandlungen sind die sichere alternative Wahl.

Wie lange dauert es, bis tiefe Fersenrisse vollständig abheilen?

Die Heilungsdauer hängt von der Tiefe des Risses und der konsequenten Einhaltung der Pflegemaßnahmen ab. Oberflächliche Risse heilen bei täglicher Anwendung passender Cremes oft innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Tiefe Rhagaden, die bis in die Lederhaut reichen, benötigen meist vier bis sechs Wochen und erfordern regelmäßige podologische Entlastungsbehandlungen zur Unterstützung des Heilungsprozesses.

Quellen und weiterführende Literatur

Die folgenden Arbeiten und Leitlinien bilden die Grundlage der beschriebenen Einordnung. Sie beschreiben mögliche Zusammenhänge, keine garantierte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.

  1. [1] Augustin M, et al. Diagnostik und Therapie der Xerosis cutis. JDDG: Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, 2018. Die Arbeit beschreibt die Evidenz topischer Feuchthaltefaktoren und zeigt die Überlegenheit von Urea bei der Behandlung barrieregestörter Haut.
  2. [2] Fluhr JW, et al. Efficacy of urea-containing moisturizers in skin barrier repair and epidermal properties. Skin Pharmacology and Physiology, 2008. Die Studie belegt die dosisabhängige Wirkung von Urea auf die Hydratation und die keratolytischen Eigenschaften der Oberhaut.
  3. [3] Loden M. Role of topical emollients and moisturizers in the treatment of dry skin barrier disorders. American Journal of Clinical Dermatology, 2003. Untersucht den synergistischen Effekt von Lipiden und Feuchthaltemitteln bei der Wiederherstellung der Hautbarriere.
  4. [4] Hashmi F, et al. Evaluation of the efficacy of topical applications and mechanical debridement in plantaris hyperkeratosis. Journal of Foot and Ankle Research, 2015. Belegt die signifikante Druckentlastung und beschleunigte Wundheilung durch die Kombination von podologischem Debridement und Salbentherapie.

Persönliche Beratung in Memmingen

Dieser Beitrag ersetzt keine Untersuchung. In der Praxis in der Kempterstr. 25, 87700 Memmingen sehen wir uns Ihre Füße in Ruhe an und besprechen, welche Behandlung in Ihrem Fall sinnvoll ist.

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Wir behandeln Patientinnen und Patienten aus der ganzen Region rund um Memmingen – auf Wunsch auch als Hausbesuch.

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So zitieren Sie diesen Artikel

Helga Maria Freitag (2026): Rissige Fersen und Schrunden: Medizinische Ursachen und podologische Therapie. FREITAG® Podologie GmbH, Memmingen. Online: https://freitag-podologie.de/ratgeber/schrunden-rissige-fersen

Hinweis: Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Therapie. Bei anhaltenden oder akuten Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Wie dieser Beitrag entstanden ist, lesen Sie in unseren redaktionellen Grundsätzen.