Neueröffnung der Podologie-Praxis geplant: 30.11.2026

Ablauf

Ablauf der Behandlung

Bei einer podologischen Behandlung werden Ihre Füße umfassend inspiziert und eventuelle Beschwerden behandelt. Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, was bei Ihrem Termin geschieht.

Was eine podologische Behandlung ausmacht

Zu Beginn der podologischen Behandlung führe ich eine Anamnese durch und inspiziere Ihre Füße. Dabei achte ich auf Veränderungen des Hautbildes und des Nagelwachstums. Zur Inspektion gehört auch die Untersuchung Ihres Schuhwerks. Behandelt werden Beschwerden durch zuviel Hornhaut, Schwielen oder Schrunden, Druckstellen oder Veränderungen im Nagelwachstum wie eingewachsene oder gerollte Nägel.

Die medizinische Fußpflege unterscheidet sich damit deutlich von einer kosmetischen Fußpflege. Sie ist eine befundorientierte Behandlung: Vor dem ersten Instrument steht immer die Untersuchung, und nach der Behandlung steht die Dokumentation. Jeder Termin beginnt mit einem sterilen, für Sie geöffneten Instrumentensatz. Wie wir aufbereiten, lesen Sie unter Hygiene.

Erstbesuch

Ablauf für Neupatienten

Der erste Termin ist der ausführlichste. Er legt die Grundlage für alle weiteren Behandlungen, weil hier der Ausgangsbefund entsteht, an dem sich der Verlauf später messen lässt.

1. Ankommen und Aufnahme

Sie kommen an, wir nehmen Ihre Stammdaten auf und klären, ob die Behandlung privat abgerechnet wird oder eine ärztliche Verordnung vorliegt. Planen Sie für den Erstbesuch etwa 60 bis 75 Minuten ein, deutlich mehr als für einen späteren Folgetermin. Bringen Sie bitte eine Liste Ihrer Medikamente, vorhandene Befunde und die Schuhe mit, die Sie im Alltag am häufigsten tragen.

2. Ausführliche Anamnese

Wir sprechen über Ihre Beschwerden, deren Verlauf und über Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus, rheumatische Erkrankungen, Durchblutungsstörungen, Neuropathien oder Hauterkrankungen. Auch Blutverdünner, Chemotherapien, Kortisonpräparate und Allergien sind wichtig, weil sie Wundheilung und Hautbeschaffenheit beeinflussen. Ebenso besprechen wir Beruf, Sport, Gangbild und Ihre bisherige Fußpflege zu Hause.

3. Inspektion von Haut und Nägeln

Bei einer podologischen Behandlung werden Ihre Füße umfassend inspiziert und eventuelle Beschwerden behandelt. Wir achten auf Veränderungen des Hautbildes und des Nagelwachstums: Hornhautverteilung, Schwielen, Rhagaden, Druckstellen, Rötungen, Schwellungen, Nagelform, Nagelfarbe, Nagelplattenverdickungen und Anzeichen für Pilzbefall.

4. Untersuchung des Schuhwerks

Zur Inspektion gehört auch die Untersuchung Ihres Schuhwerks. Abrieb, Innenfutter, Zehenraum, Einlagen und Sohlensteifigkeit verraten viel über Belastung und Fehlbelastung. Sehr häufig liegt die eigentliche Ursache einer Druckstelle nicht am Fuß, sondern im Schuh.

5. Befund und Behandlungsplan

Wir fassen den Befund verständlich zusammen, dokumentieren ihn und besprechen mit Ihnen, was heute sinnvoll ist und was in mehreren Sitzungen aufgebaut wird. Sie erfahren vorab, welche Kosten entstehen und in welchem Intervall wir eine Wiedervorstellung empfehlen.

6. Die eigentliche Behandlung

Behandelt werden Beschwerden durch zuviel Hornhaut, Schwielen oder Schrunden, Druckstellen oder Veränderungen im Nagelwachstum wie eingewachsene oder gerollte Nägel. Gearbeitet wird schmerzarm mit Skalpell, Fräse und feinen Instrumenten, je nach Befund trocken oder nach einem Fußbad. Bei Bedarf setzen wir Nagelspangen, Nagelprothetik oder Silikonorthesen ein.

7. Abschluss, Pflege und nächster Termin

Zum Abschluss versorgen wir die Haut mit einem auf Ihren Hauttyp abgestimmten Präparat, geben Ihnen eine konkrete Anleitung für die Pflege zu Hause und vereinbaren den nächsten Termin. Bei Wunden, Entzündungszeichen oder auffälligen Durchblutungsbefunden erhalten Sie einen klaren Hinweis zur ärztlichen Abklärung.

Was Sie zum ersten Termin mitbringen sollten

  • Liste Ihrer Medikamente, insbesondere Blutverdünner und Immunsuppressiva
  • Vorhandene Arztbriefe, Diabetespass oder Befunde zur Durchblutung
  • Eine ärztliche Verordnung, falls die Behandlung über die Krankenkasse läuft
  • Ihre Alltagsschuhe und, falls vorhanden, Einlagen
  • Angaben zu Allergien und Unverträglichkeiten, etwa gegen Pflaster oder Jod
  • Bitte tragen Sie am Behandlungstag keinen Nagellack auf und verzichten Sie darauf, die Hornhaut vorher selbst zu bearbeiten. Beides verändert den Befund und erschwert die Beurteilung.

Wiedervorstellung

Ablauf für Folgetermine

Folgetermine sind kürzer und zielgerichteter. Der Befund ist bekannt, die Behandlung baut auf dem letzten Termin auf und wird laufend an die Entwicklung Ihrer Füße angepasst.

1. Kurzanamnese seit dem letzten Termin

Wir gehen die Dokumentation des letzten Termins durch und fragen gezielt nach: Was hat sich verbessert, was ist geblieben, gab es neue Druckstellen, Medikamentenwechsel, Operationen oder Veränderungen im Zuckerstoffwechsel? Ein Folgetermin dauert in der Regel 45 bis 60 Minuten.

2. Vergleichende Inspektion

Die Füße werden erneut inspiziert, diesmal im direkten Vergleich zum dokumentierten Vorbefund. So lässt sich beurteilen, ob Hornhautbildung, Nagelwachstum und Druckverteilung auf die bisherige Behandlung ansprechen oder ob wir das Vorgehen anpassen.

3. Kontrolle der Hilfsmittel

Nagelspangen werden auf Sitz und Zugkraft geprüft und bei Bedarf nachgestellt oder erneuert. Silikonorthesen kontrollieren wir auf Passform und Materialermüdung, Nagelprothetik auf Randschluss und Haftung. Auch Einlagen und Schuhe schauen wir uns wieder an.

4. Behandlung und Feinarbeit

Der Folgetermin ist meist die Erhaltungsarbeit: Hornhaut wird auf ein physiologisch sinnvolles Maß reduziert, Nagelfalze werden entlastet, Nagelkanten gekürzt und geglättet, Schwielen und beginnende Rhagaden werden abgetragen, bevor daraus Schmerzen oder Eintrittspforten für Keime entstehen.

5. Dokumentation und Intervallplanung

Jeder Befund wird fortlaufend dokumentiert. Daraus ergibt sich Ihr persönliches Intervall: bei unauffälligen Füßen häufig alle acht bis zwölf Wochen, bei Diabetes, Nagelspangentherapie oder ausgeprägter Hornhautbildung eher alle vier bis sechs Wochen.

Besonderheiten bei bestimmten Befunden

Diabetisches Fußsyndrom

Bei Diabetes ist die Behandlung besonders vorsichtig und engmaschig. Wir prüfen das Berührungs- und Vibrationsempfinden, achten auf Druckstellen an typischen Stellen wie Ballen, Ferse und Zehenkuppen und dokumentieren jede Auffälligkeit. Kleine Wunden werden nicht bagatellisiert, sondern ärztlich abgeklärt.

Eingewachsene und gerollte Nägel

Nach Entlastung des Nagelfalzes kommt bei geeigneter Indikation eine Nagelspange zum Einsatz. Sie wirkt über Wochen bis Monate und wird bei jedem Folgetermin nachjustiert. Der Erfolg hängt maßgeblich davon ab, dass die Intervalle eingehalten werden.

Nagel- und Fußpilz

Verdickte, brüchige oder verfärbte Nägel werden fachgerecht gedünnt, damit Wirkstoffe überhaupt in die Nagelplatte gelangen. Die Behandlung begleitet die medizinische Therapie, ersetzt sie aber nicht.

Schmerzempfindliche Füße

Sagen Sie uns jederzeit Bescheid, wenn etwas unangenehm ist. Wir arbeiten in kleineren Schritten, legen Pausen ein und verteilen die Behandlung bei Bedarf auf zwei Termine.

Häufige Fragen zum Ablauf

Wie lange dauert ein Termin?

Der Erstbesuch dauert etwa 60 bis 75 Minuten, ein Folgetermin in der Regel 45 bis 60 Minuten.

Tut die Behandlung weh?

Die podologische Behandlung ist schmerzarm. Entlastende Maßnahmen an entzündeten Nagelfalzen können kurz unangenehm sein, bringen aber meist unmittelbare Erleichterung.

Wie oft sollte ich kommen?

Meist alle vier bis zwölf Wochen, abhängig von Befund, Hornhautbildung, Nagelwachstum und Grunderkrankungen. Ihr persönliches Intervall legen wir gemeinsam fest.

Was kostet die Behandlung?

Alle Positionen für Selbstzahler und Kassenpatienten finden Sie unter Preise. Eine Übersicht der Behandlungen zeigt die Seite Leistungen.