Neueröffnung der Podologie-Praxis geplant: 30.11.2026

Onychomykose & Tinea pedis

Nagelpilz & Fußpilz

Pilzerkrankungen an Fuß und Nagel heilen nicht von selbst aus. Mit konsequenter Abtragung, passender Therapie und klarer Hygiene bekommt man sie in den Griff.

Hintergrund

Ein Problem, das viele betrifft

Nagelpilz gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Fußes. Verursacher sind meist Fadenpilze (Dermatophyten), die sich von Keratin ernähren und deshalb Nagel und Hornhaut besiedeln. Übertragen werden sie über Hautschuppen – in Schwimmbädern, Umkleiden, Hotelzimmern, aber vor allem im eigenen Haushalt über gemeinsam genutzte Böden und Handtücher.

Sehr häufig beginnt die Geschichte mit einem unbehandelten Fußpilz zwischen den Zehen, der auf die Nägel übergreift. Umgekehrt ist ein befallener Nagel ein dauerhaftes Erregerreservoir, das die Haut immer wieder neu infiziert. Deshalb behandeln wir beides grundsätzlich zusammen.

Begünstigt wird der Befall durch Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen, ein geschwächtes Immunsystem, Nagelverletzungen, Sport in engem Schuhwerk und starkes Schwitzen. Bei Diabetes ist Nagelpilz nicht nur kosmetisch relevant: Die verdickte, splitternde Nagelplatte kann Druckstellen und Verletzungen verursachen.

Nagelpilz

Typische Anzeichen am Nagel

  • Weißliche, gelbliche oder bräunliche Verfärbung der Nagelplatte
  • Verdickung und Verlust des Glanzes
  • Krümelige, brüchige Nagelsubstanz an der freien Kante
  • Ablösen des Nagels vom Nagelbett (Onycholyse)
  • Druckgefühl im Schuh, seltener Schmerz

Fußpilz

Typische Anzeichen an der Haut

  • Juckreiz und Brennen, vor allem im dritten und vierten Zehenzwischenraum
  • Weißlich aufgequollene, schuppende oder rissige Haut
  • Trockene, mokassinartige Schuppung an Sohle und Fußrand
  • Kleine Bläschen mit Rötung

Unser Vorgehen

Warum Lack allein selten reicht

Ein antimykotischer Lack muss durch die gesamte Nagelplatte bis zum Pilzherd am Nagelbett vordringen. Bei einem verdickten, krümeligen Nagel gelingt das kaum. Die podologische Abtragung entfernt genau dieses Hindernis – erst danach kann eine lokale Therapie wirken. Studien und Leitlinien empfehlen diese Kombination ausdrücklich.

01

Befund und Abgrenzung

Nicht jede Nagelveränderung ist ein Pilz. Druckschäden, Schuppenflechte, Ekzeme oder ein Hämatom sehen ähnlich aus. Wir beurteilen den Befund und empfehlen bei Unklarheit eine ärztliche Diagnostik mit Nagelprobe.

02

Atraumatische Abtragung

Wir fräsen die befallene, verdickte Nagelsubstanz schonend ab. Das reduziert die Pilzlast erheblich, nimmt den Druck und ist die Voraussetzung dafür, dass ein Wirkstoff das Nagelbett überhaupt erreicht.

03

Therapiebegleitung

Wir erklären die korrekte Anwendung von Lack, Creme oder ärztlich verordneten Tabletten und kontrollieren den Verlauf. Bei starkem Befall stimmen wir uns mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hautarzt ab.

04

PlasmaCare® Kaltplasma

Ergänzend bieten wir die moderne Kaltplasma-Behandlung an – schmerzfrei, ohne Wirkstoffbelastung und gut mit der klassischen Therapie kombinierbar.

05

Hygiene und Rezidivschutz

Schuh- und Textildesinfektion, Wechsel der Strümpfe bei 60 °C, atmungsaktives Schuhwerk, Trocknen der Zehenzwischenräume und ein steriler Instrumentensatz pro Patient.

Geduld gehört dazu

Wie lange dauert die Behandlung?

Ein Großzehennagel wächst nur etwa einen Millimeter pro Monat. Bis er vollständig gesund nachgewachsen ist, vergehen daher neun bis achtzehn Monate. Sichtbare Verbesserungen zeigen sich meist deutlich früher. Entscheidend ist, die Therapie nicht abzubrechen, sobald der Nagel besser aussieht – genau dann kehrt der Pilz sonst zurück. Wir begleiten Sie in regelmäßigen Kontrollterminen über die gesamte Zeit.

Hinweis: Die podologische Behandlung ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Arzneimitteltherapie. Bei ausgedehntem Befall, Schmerzen, Diabetes oder Immunschwäche ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.