Neueröffnung der Podologie-Praxis geplant: 30.11.2026

Schmerz

Fersensporn und Plantarfasziitis: Ursachen, Symptome und wirksame podologische Hilfen

Stechende Schmerzen an der Ferse beim morgendlichen Auftreten sind ein klassisches Symptom der Plantarfasziitis. Wir erläutern ursächliche Zusammenhänge und zeigen Ihnen podologische Therapiemöglichkeiten auf.

Podologische Untersuchung eines Fußes bei Fersenschmerzen in einer hellen Praxis
Fersensporn und Plantarfasziitis: Ursachen, Symptome und wirksame podologische Hilfen. Symbolbild, mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Person und keine dokumentarische Behandlungssituation. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO / AI Act).
Helga Maria Freitag, podiatrist in Memmingen

Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag, staatlich anerkannte Podologin, sektorale Heilpraktikerin für Podologie und Fachexpertin für Kryotherapie. Redaktionelle Grundsätze.

Veröffentlicht: 16. August 2026 · zuletzt geprüft: 16. August 2026 · Lesezeit etwa 11 Minuten

Was dahintersteckt

Die anatomische Struktur, die bei plantarer Fersenschmerzursache im Zentrum steht, ist die Plantarfaszie. Es handelt sich um eine kräftige, sehnige Bindegewebsplatte, die an der Unterseite des Fersenbeins entspringt und fächerförmig zu den Grundgelenken aller fünf Zehen verläuft. Diese Struktur hält das Längsgewölbe des Fußes unter Spannung und absorbiert bei jedem Schritt erhebliche mechanische Kräfte. Tritt der Fuß auf den Boden auf, wird die Sehnenplatte gestreckt und fängt das Vielfache des eigenen Körpergewichts ab. Übersteigt die Belastung die regenerative Kapazität des Gewebes, entstehen im Ansatzbereich der Faszie am Fersenbein mikroskopisch kleine Geweberisse.

Der Körper reagiert auf diese wiederkehrenden Mikrotraumata mit einer lokalen Entzündungsreaktion sowie mit Reparaturprozessen, die mikrostrukturell zu Gewebeveränderungen führen. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von einer Plantarfasziitis oder präziser von einer Plantarfasziopathie, da im chronischen Stadium weniger Entzündungszellen als vielmehr degenerative Veränderungen der Kollagenfasern vorliegen. Als Reaktion auf den anhaltenden Zugmechanismus der Sehnenplatte bildet der Knochen im Laufe von Monaten oder Jahren eine knöcherne Ausziehkörperstruktur. Diese Auszackung am Fersenbein wird als plantarer Fersensporn bezeichnet.

Der Knochensporn selbst ist bei vielen Menschen im Röntgenbild sichtbar, verursacht jedoch keineswegs immer Schmerzen. Bei zahlreichen beschwerdefreien Personen lässt sich zufällig ein Fersensporn nachweisen. Das eigentliche Schmerzgeschehen entsteht primär im gereizten, verdickten und mikrotraumatisierten Sehnengewebe sowie der umgebenden Knochenhaut. Die Dicke der Plantarfaszie nimmt bei pathologischen Prozessen deutlich zu. Während ein gesundes Gewebe im Ultraschall eine Stärke von etwa zwei bis drei Millimetern aufweist, zeigt die erkrankte Sehnenplatte oft Stärken von fünf Millimetern und mehr. Diese Verdickung korreliert meist direkt mit der Intensität der Beschwerden.

Typische Anzeichen

Das Leitsymptom der Erkrankung ist ein ausgeprägter Anlaufschmerz. Dieser tritt typischerweise auf, wenn der Fuß nach einer Ruhephase erstmals wieder belastet wird. Das Aufstehen am Morgen oder das Aufstehen nach längerem Sitzen wird als besonders schmerzhaft empfunden. Während der Ruhephase zieht sich die verkürzte Faszie zusammen. Tritt die betroffene Person plötzlich auf, wird das Narben- und Entzündungsgewebe mendelnd gedehnt, was die charakteristischen stechenden Schmerzimpulse auslöst. Nach einigen Minuten der leichten Bewegung lässt der Schmerz spürbar nach, da sich das Gewebe an die Dehnungsreize anpasst und besser durchblutet wird.

Unter fortgesetzter Ganztagesbelastung kehrt das Schmerzgefühl jedoch zurück. Es schlägt dann häufig in einen dumpfen, brennenden oder bohrenden Dauerschmerz um. Bei Druck auf den medialen Processus der Fersenbeinhöcker, also die innere Unterseite der Ferse, lässt sich ein scharf umgrenzter Schmerzpunkt auslösen. Das Gehen auf harten Böden ohne schockabsorbierendes Schuhwerk verstärkt die Symptomatik drastisch.

Eine Differenzialdiagnose ist unerlässlich, da verschiedene andere Erkrankungen ähnliche Symptome im Fersenbereich hervorrufen können. Zu den Abgrenzungsdiagnosen zählen:

  • Die Tarsaltunnelsyndrom genannte Kompression des Nervus tibialis posterior an der Knöchelinnenseite.
  • Die Baxter-Neuropathie, bei der der erste Ast des Nervus plantaris lateralis eingeklemmt ist.
  • Eine Atrophie des Fersenfettpolsters, bei welcher der natürliche Fettdämpfer unter dem Fersenbein schwindet.
  • Stressfrakturen des Calcaneus, die meist durch plötzliche exzessive Belastungssteigerungen entstehen.
  • Spondyloarthritiden wie die Spondylitis ankylosans oder die Psoriasis-Arthritis, die sich in Enthesopathien manifestieren.
  • Achillessehnenpathologien, die ihren Schmerzzentrum eher an der Hinterseite der Ferse haben.

Ursachen im Alltag

Die Ursachen für das Entstehen einer Plantarfasziopathie sind vielschichtig und resultieren selten aus einem einzelnen Auslöser. Meist trifft eine individuelle anatomische Disposition auf ungünstige externe Belastungsfaktoren. Eine der häufigsten internen Ursachen ist die Fehlstatik des Fußes. Ein Senk-Spreizfuß sowie der Knick-Senkfuß verändern den Belastungswinkel des Längsgewölbes. Dadurch gerät die Plantarfaszie unter eine dauerhafte, übermäßige Zugspannung. Ebenso stellt ein ausgeprägter Hohlfuß mit seiner starren Struktur und mangelnden Stoßdämpfung ein Risiko dar.

Ein wesentlicher biomechanischer Faktor ist die Verkürzung der hinteren Muskelkette. Eine verkürzte Wadenmuskulatur, insbesondere des Musculus gastrocnemius und des Musculus soleus, schränkt die Dorsalextention im oberen Sprunggelenk ein. Beim Abrollvorgang muss der Fuß diese fehlende Beweglichkeit kompensieren, was zu einem verstärkten Zug an der Fußsohlensehne führt. Das Abrollmuster verändert sich, die Belastung auf den Sehnenspiegel steigt exponentiell an.

Externe Einflussgrößen verstärken diese Statikprobleme. Das häufige Tragen von flachem, unzureichend dämpfendem Schuhwerk ohne Fußbett zwingt das Gewebe zu Höchstleistungen. Ebenso kann der abrupte Wechsel von Schuhen mit hohem Absatz zu völlig flachen Schuhen die Sehnenplatte überfordern. Langes Stehen oder Gehen auf harten Industrieböden sowie unvorbereitetes Lauftraining auf Asphalt setzen das Bindegewebe enormem Stress aus. Bewegungsmangel gepaart mit plötzlichen Intensitätssteigerungen bei Sportarten mit vielen Sprung- und Stoppbewegungen provoziert Mikrotraumata. Ergänzend wirkt sich ein erhöhtes Körpergewicht als konstanter Risikofaktor aus, da jedes Kilogramm Zusatzgewicht die vertikalen Bodenreaktionskräfte bei jedem Schritt vervielfacht.

Wann ärztliche Abklärung nötig ist

Nicht jeder Fersenschmerz lässt sich rein podologisch oder konservativ im häuslichen Rahmen behandeln. Bestimmte Symptome erfordern eine umgehende fachärztliche Abklärung durch Orthopäden oder Rheumatologen. Anhaltender Ruhe- und Nachtschmerz ist ein deutliches Warnzeichen. Wenn die Ferse auch in völliger Entlastung stundenlang pocht oder brennt, muss ein entzündlicher Prozess tieferer Schichten oder eine neurologische Ursache abgeklärt werden.

Ebenso erfordern sichtbare Rötungen, deutliche Schwellungen oder eine spürbare Überwärmung des gesamten Fersenbereichs eine rasche medizinische Diagnose. Diese Anzeichen können auf eine bakterielle Infektion, eine akute Bursitis subcalcanea oder eine systemische rheumatische Erkrankung hindeuten. Taubheitsgefühle, Kribbeln oder elektrisierende Schmerzen, die in die Zehen oder den Unterschenkel ausstrahlen, sprechen für eine Nervenbeteiligung. Ein plötzliches, knallendes Geräusch mit nachfolgendem Belastungsverlust deutet auf einen Teil- oder Komplettriss der Sehnenplatte hin. Bei Patienten mit bestehendem Diabetes mellitus, arteriellen Durchblutungsstörungen oder immunsuppressiven Erkrankungen muss jede Fersensymptomatik frühzeitig ärztlich überwacht werden.

Was die podologische Behandlung leisten kann

Die moderne Podologie bietet ein umfangreiches Spektrum an Behandlungsansätzen, um den gereizten Sehnenansatz gezielt zu entlasten und die Regeneration des Gewebes zu unterstützen. Als /sektorale-heilpraktikerin für Podologie besitzt Helga Maria Freitag die Qualifikation, funktionelle Beschwerden am Fuß eigenständig zu diagnostizieren und spezifische Therapiekonzepte zu erstellen. Die Befundhebung beginnt mit einer genauen Palpation des Fersenbereichs, der Überprüfung der Fußstatik und der Analyse des Gangbildes.

Ein zentraler Baustein der podologischen Versorgung ist die Anfertigung individueller Druckentlastungen. Mithilfe medizinischer Silikonmaterialien können maßgefertigte Orthesen hergestellt werden. Diese Orthesen betten den schmerzhaften Bereich exakt ab und verlagern den Auftrittsdruck auf benachbarte, schmerzfreie Zonen der Fußsohle. Zur Akutbehandlung kommt häufig das kinesiologische Taping sowie die Verordnung von funktionellen Entlastungsverbänden zum Einsatz. Ein fachgerecht angelegtes Tape-Verbandssystem im Verlauf der Plantarfaszie imitiert die Zügelungsfunktion der Sehnenplatte. Dadurch wird der Zug am knöchernen Ansatz des Fersenbeins bei jedem Schritt spürbar reduziert, was eine sofortige Schmerzlinderung bewirken kann.

In der Praxis wird auch die physikalische Applikation von Kälte genutzt. Als Gründerin der /kaeltekammer Memmingen setzt Helga Maria Freitag auf gezielte Kältereize zur Schmerzdämpfung und Entzündungshemmung. Die lokale Kryotherapie kann die Nervenleitgeschwindigkeit im Schmerzgebiet vorübergehend herabsetzen und Mikrozirkulationsstörungen im entzündeten Gewebe positiv beeinflussen. Ergänzend erfolgt im Rahmen der /leistungen eine umfassende fachliche Beratung zum passenden Schuhwerk. Die Abtragung von Sekundärverhornungen im Fersenbereich gehört ebenso zum Portfolio, da übermäßige Hornhautschwielen die Druckverhältnisse zusätzlich negativ beeinflussen können.

Eine podologische Behandlungsserie erstreckt sich meist über mehrere Wochen bis Monate. In der Akutphase erfolgen die Kontroll- und Anpassungstermine häufig im Abstand von ein bis zwei Wochen. Sobald sich das Gewebe stabilisiert hat, verlängern sich die Intervalle auf vier bis sechs Wochen. Die Dauer einer einzelnen Sitzung liegt je nach Aufwand zwischen 30 und 60 Minuten. Ziel ist es stets, die mechanische Ursache der Überlastung schrittweise zu beseitigen und das Gewebe in die Ausheilung zu führen.

Was Sie selbst tun können

Die aktive Mitarbeit der betroffenen Person ist für den Behandlungserfolg unersetzlich. Eine konsequente Umsetzung gezielter Übungen über einen Zeitraum von mindestens drei bis sechs Monaten entscheidet häufig über die vollständige Genesung. Das primäre Ziel besteht darin, die Elastizität der Plantarfaszie zu erhöhen und die Spannung der Wadenmuskulatur dauerhaft zu senken.

Eine besonders wirksame Übung ist die spezifische Dehnung der Plantarfaszie. Setzen Sie sich dazu auf einen Stuhl und legen Sie den betroffenen Fuß über das Knie des gesunden Beins. Fassen Sie die Zehen des erkrankten Fußes mit der Hand und ziehen Sie diese kontrolliert nach oben in Richtung Schienbein, bis Sie eine deutliche Spannung in der Fußsohle spüren. Erfassen Sie mit der anderen Hand den Fersenansatz und massieren Sie mit dem Daumen vorsichtig längs der Sehnenplatte. Halten Sie die Dehnung für jeweils 30 Sekunden und wiederholen Sie diesen Vorgang dreimal hintereinander. Diese Übung sollte idealerweise direkt vor dem ersten Aufstehen am Morgen durchgeführt werden, um den klassischen Anlaufschmerz abzumildern.

Zur Dehnung der Wadenmuskulatur stellen Sie sich im Ausfallschritt vor eine Wand. Das hintere Bein ist das zu dehnende Bein. Die Ferse des hinteren Beines bleibt fest auf dem Boden verankert, die Zehen zeigen gerade nach vorne. Beugen Sie nun das vordere Knie langsam nach vorne, bis eine intensive Dehnung in der Wade des hinteren Beins spürbar wird. Um den tiefer liegenden Schollenmuskel (Musculus soleus) zu erreichen, wird das hintere Knie bei ebenfalls am Boden fixierter Ferse leicht gebeugt. Beide Variationen sollten täglich zwei- bis dreimal für jeweils 45 Sekunden gehalten werden.

Zusätzlich hat sich das progressive Krafttraining der Wadenmuskulatur bewährt. Stellen Sie sich mit den Vorderfüßen auf eine Treppenstufe, während die Fersen frei nach hinten ragen. Drücken Sie sich über einen Zeitraum von drei Sekunden auf die Zehenspitzen hoch. Verharren Sie zwei Sekunden in der höchsten Position und senken Sie die Ferse anschließend über vier Sekunden kontrolliert unter das Niveau der Treppenstufe ab. Um den Reiz auf die Plantarfaszie zu verstärken, kann ein eingerolltes Handtuch unter die Zehen gelegt werden. Führen Sie dieses Training jeden zweiten Tag mit drei Durchgängen zu je 10 bis 12 Wiederholungen durch.

Häufige Fehler

In der Praxis zeigen sich immer wieder typische Fehlverhalten, welche den Heilungsverlauf verzögern oder die Beschwerden verschlimmern. Ein sehr verbreiteter Fehler ist die absolute Schonung. Betroffene meiden jegliche Belastung und stellen den Fuß komplett ruhig. Das führt dazu, dass das kollagene Gewebe an Elastizität verliert, die Sehnenstruktur weiter verkürzt und die Muskulatur abbaut. Sobald der Fuß wieder belastet wird, fällt die Schmerzreaktion umso heftiger aus. Angemessene, schmerzfreie Bewegung ist für die Ausrichtung der neuen Kollagenfasern zwingend erforderlich.

Das andere Extrem ist das ignorante Fortführen von intensiven Sportarten trotz starker Schmerzen. Wer mit einer akuten Plantarfasziitis weiterhin Marathon trainiert oder fehlerhaftes Schuhwerk beim Hallensport trägt, riskiert irreversible Gewebeschäden. Auch die unsachgemäße Nutzung von Faszienrollen birgt Risiken. Das exzessive, schmerzhafte Walzen direkt auf der entzündeten Fersenbeinhöckerzone führt zu zusätzlichen Gewebequetschungen und verstärkt die Entzündung. Die Massage sollte sanft und ausschließlich im weichen Muskel- und Sehnengewebe der Wade sowie dem mittleren Sohlenbereich erfolgen.

Ebenso kritisch zu bewerten ist der unkritische Kauf von billigen, weichen Gel-Fersenkissen aus dem Supermarkt. Diese Kissen erhöhen zwar kurzfristig den Komfort, verändern aber die Schafthöhe im Schuh und bieten keinerlei geführte Statikkorrektur für das Längsgewölbe. Sie beheben die Ursache des veränderten Zugwinkels nicht. Schließlich führen auch zu kurze Dehnungszeiten von lediglich fünf bis zehn Sekunden nicht zu den gewünschten adaptiven Veränderungen im Sehnen- und Muskelgewebe.

Studienlage und Einordnung

Die medizinische Forschung der vergangenen Jahre hat das Verständnis der Plantarfasziopathie grundlegend verändert. Während früher primär entzündungshemmende Maßnahmen im Vordergrund standen, belegen neuere Arbeiten den degenerativen Charakter der Erkrankung. Eine umfassende systematische Übersichtsarbeit von Babatunde et al. [1] verdeutlicht, dass multimodale Therapieansätze, die Dehnungsübungen mit orthopädischen Hilfsmitteln kombinieren, die besten Langzeitergebnisse hinsichtlich Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung erzielen.

In einer randomisierten kontrollierten Studie untersuchten Landorf und Kollegen [2] die Wirksamkeit von Fußorthosen bei Patienten mit plantarer Fasziitis. Die Autoren konnten nachweisen, dass sowohl maßgefertigte als auch vorgefertigte orthopädische Einlagen über einen Zeitraum von zwölf Wochen zu einer klinisch relevanten Schmerzlinderung führten. Einlagen reduzieren die mechanische Spannung der Faszie während der Standphase signifikant.

Die Bedeutung von gezielten Dehnungsübungen wurde unter anderem durch die Arbeiten von DiGiovanni et al. [3] belegt. Die Forscher zeigten, dass ein spezifisch auf die Plantarfaszie ausgerichtetes Dehnungsprogramm dem allgemeinen Dehnen der Achillessehne überlegen ist. Patientinnen und Patienten, die das Faszien-Dehnprotokoll durchführten, berichteten über signifikant weniger Anlaufschmerzen und eine höhere Zufriedenheit mit dem Behandlungsergebnis.

In den aktuellen klinischen Praxisleitlinien der American Physical Therapy Association [4] wird die Kombination aus manueller Therapie, Gewebedehnung, Taping und Fußorthosen als Goldstandard mit hoher Evidenz eingestuft. Zur Effektivität des schweren exzentrischen Krafttrainings lieferte Rathleff et al. [5] wichtige Evidenz. Das Training auf einer Treppenstufe mit untergelegtem Handtuch führte bereits nach drei Monaten zu einer schnelleren Schmerzreduktion als reines Dehnen. Dennoch bleibt festzuhalten, dass es kein einzelnes Wundermittel gibt. Die individuelle Kombination der Verfahren entscheidet über den Therapieerfolg.

Behandlung in Memmingen

Betroffene aus der Region Unterallgäu, Oberschwaben und dem gesamten Allgäu finden in der FREITAG® Podologie GmbH eine kompetente Anlaufstelle für die fachgerechte Fußgesundheit. In den modernen Praxisräumen in der Kempterstr. 25 in Memmingen steht die individuelle Betreuung im Mittelpunkt. Das Team unter der Leitung von Helga Maria Freitag verbindet fundiertes podologisches Handwerk mit vertieftem Wissen aus der sektoralen Heilkunde.

Im persönlichen Gespräch werden die Ursachen der Fersenschmerzen systematisch analysiert. Nach einer eingehenden Begutachtung der Füße und des Schuhwerks wird ein maßgeschneiderter Behandlungsplan erstellt. Das Spektrum reicht von der Anfertigung individueller Druckentlastungsorthesen über entlastendes Taping bis hin zur Beratung bezüglich gezielter Übungen für zu Hause. Für eine Terminvereinbarung oder Fragen zu den Therapiemöglichkeiten steht die Praxis unter der Telefonnummer 089 15880714 zur Verfügung. Informationen zur Praxisausstattung und dem Leistungsspektrum sind transparent unter /praxis sowie über das /kontakt Formular einsehbar.

Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich eine Plantarfasziitis von einem Fersensporn?

Die Plantarfasziitis bezeichnet die Entzündung beziehungsweise Degeneration der großen Sehnenplatte an der Fußsohle. Der Fersensporn ist dagegen ein knöcherner Auswuchs am Fersenbein, der oft als Reaktion auf die dauerhafte Zugbelastung dieser Sehnenplatte entsteht. Schmerzauslöser ist in den meisten Fällen das gereizte Sehnengewebe und nicht der Knochensporn selbst. Viele Menschen besitzen einen Fersensporn, ohne jemals Schmerzen zu entwickeln.

Wie lange dauert die Abheilung einer Plantarfasziitis?

Der Heilungsprozess einer Plantarfasziitis erfordert Geduld und konsequente Behandlung. Bei frühzeitigem Therapieverschaltung klingen die Beschwerden meist innerhalb von drei bis sechs Monaten ab. In chronischen Fällen kann die vollständige Regeneration des kollagenen Gewebes sechs bis zwölf Monate in Anspruch nehmen. Die Dauer hängt stark von der regelmäßigen Durchführung der Dehnübungen und der Entlastung ab.

Bringt das Barfußgehen bei Fersensporn Linderung?

In der akuten Schmerzphase ist ungeschütztes Barfußgehen auf harten Böden wie Fliesen oder Laminat nicht zu empfehlen. Durch das fehlende Fußbett und die mangelnde Dämpfung wird die Plantarfaszie bei jedem Schritt maximal gedehnt und gereizt. Erst nach dem Abklingen der akuten Entzündung kann das Gehen auf weichen Naturböden wie Gras oder Sand die Fußmuskulatur kräftigen und die Heilung unterstützen.

Was bewirkt die Kältetherapie bei akuten Fersenschmerzen?

Lokale Kälteanwendungen hemmen die Reizweiterleitung der Nerven und verringern somit das Schmerzempfinden im entzündeten Areal. Zudem verengt Kälte kurzfristig die Blutgefäße, was Schwellungen und Entzündungsreaktionen im Gewebe reduzieren kann. In der Podologie wird die Kältetherapie gezielt eingesetzt, um akute Schmerzspitzen zu mildern und das Gewebe auf nachfolgende Entlastungsmaßnahmen vorzubereiten.

Wann sollte eine Behandlung durch die Podologie erfolgen?

Ein Besuch in der podologischen Praxis ist ratsam, sobald erste Anlaufschmerzen an der Ferse regelmäßig auftreten. Eine frühzeitige Druckentlastung und biomechanische Beratung verhindert, dass die Erkrankung in ein chronisches Stadium übergeht. Auch bei bestehenden Fehlstellungen der Füße oder zur Begleitung einer fachärztlichen Therapie bietet die Podologie effektive konservative Maßnahmen.

Quellen und weiterführende Literatur

Die folgenden Arbeiten und Leitlinien bilden die Grundlage der beschriebenen Einordnung. Sie beschreiben mögliche Zusammenhänge, keine garantierte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.

  1. [1] Comparative effectiveness of treatment options for plantar heel pain: a systematic review with network meta-analysis Zeigt auf, dass multimodale Therapieansätze aus Dehnung und Orthosen die besten Ergebnisse erbringen.
  2. [2] Efficacy of foot orthoses for the treatment of plantar fasciitis: a randomized trial Weist die Wirksamkeit von orthopädischen Fußeinlagen zur Schmerzreduktion bei Plantarfasziitis nach.
  3. [3] Tissue-specific plantar fascia-stretching exercise enhances outcomes in patients with chronic plantar fasciitis Belegt die Überlegenheit spezifischer Plantarfaszien-Dehnungen gegenüber allgemeinen Achillessehnen-Dehnungen.
  4. [4] Heel pain - plantar fasciitis: revision 2014 Klinische Praxisleitlinie, die Taping, Dehnung und Fußorthosen als Evidenzstandard empfiehlt.
  5. [5] High-load strength training improves outcome in patients with plantar fasciitis: A randomized controlled trial Demonstriert den Nutzen von schwerem exzentrischem Krafttraining der Wadenmuskulatur für die Geweberegeneration.

Persönliche Beratung in Memmingen

Dieser Beitrag ersetzt keine Untersuchung. In der Praxis in der Kempterstr. 25, 87700 Memmingen sehen wir uns Ihre Füße in Ruhe an und besprechen, welche Behandlung in Ihrem Fall sinnvoll ist.

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Wir behandeln Patientinnen und Patienten aus der ganzen Region rund um Memmingen – auf Wunsch auch als Hausbesuch.

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So zitieren Sie diesen Artikel

Helga Maria Freitag (2026): Fersensporn und Plantarfasziitis: Ursachen, Symptome und wirksame podologische Hilfen. FREITAG® Podologie GmbH, Memmingen. Online: https://freitag-podologie.de/ratgeber/fersensporn

Hinweis: Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Therapie. Bei anhaltenden oder akuten Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Wie dieser Beitrag entstanden ist, lesen Sie in unseren redaktionellen Grundsätzen.